Es besteht kein Zweifel: Zigarettenrauchen ist der grösste Risikofaktor für COPD.
75 bis 95 Prozent der COPD-Fälle lassen sich in den Industrieländern auf das Rauchen zurückführen.
10 bis 20 Prozent der Raucherinnen und Raucher machen im Verlaufe der Erkrankung ein Emphysem. Und Zigarettenrauch ist gleich doppelt gefährlich: er löst nicht nur die Entzündungen und die übermässige Bildung von aggressiven freien Radikalen in der Lunge aus, sondern schädigt die Atemwege direkt, indem die Flimmerhärchen zerstört werden. Flimmerhärchen sind für den Abtransport von Schleim zuständig. Zurückbleibende Schleimpfropfen verstärken die Entzündung und erhöhen das Infektionsrisiko.
Je mehr eine Person in ihrem Leben geraucht hat, je früher sie damit begonnen hat und wie sie sich zum aktuellen Zeitpunkt verhält, lässt auf das Todesrisiko infolge Raucherlunge schliessen. Bisherige Statistiken scheinen die Lage verharmlost zu haben.
Eine weit verbreitete Statistik, wonach nur 15 bis 20 Prozent aller Raucher überhaupt eine COPD ausbilden, ist heute von der weltweit tätigen „GOLD“ (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease) in Frage gestellt. Der Wert dürfte höher liegen. Auch die Anzahl der Raucherinnen und Raucher, die von einer milderen Störung der Lungenfunktion betroffen ist, muss wohl nach oben korrigiert werden.
Klar ist: Nur wer mit dem Zigarettenrauchen sofort aufhört, verringert das Risiko an COPD zu erkranken massgeblich.