„American Thoracic Society“, „European Respiratory Society“ und „Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease“ haben COPD gemeinsam definiert.
Folgende Merkmale treffen demnach auf COPD zu:
Chronische Bronchitis + Lungenemphysem = COPD
Beim Zigarettenrauchen gelangen die Reizstoffe des Tabakrauchs bis in die hintersten, ganz fein verästelten Atemwege der Lunge. Der Körper möchte die Fremdkörper bekämpfen und reagiert mit einer Entzündung. Zerstörtes Gewebe wird um- und neues aufgebaut, es entstehen Narben und die Organwände verdicken sich. Der Hohlraum für den Luftdurchfluss wird immer kleiner. Eine vermehrte Schleimproduktion verengt die Luftwege zusätzlich. Sie sind mit dem Wegtransport des Schleimes völlig überfordert und der Patient muss dauernd abhusten. Vor allem morgens sind die Hustenanfälle von Auswurf begleitet.
Die verengten Atemwege erhöhen den Widerstand beim Ausatmen der verbrauchten Luft. Es entsteht ein Rückstau, der die für den Sauerstoffaustausch zuständigen Lungenbläschen ganz am Ende der Atemwege überdehnt. Die Bläschen reissen und gehen kaputt. Insgesamt kann weniger frische Luft eintreten und weniger verbrauchte Luft ausgeatmet werden. Aus den kleinen defekten Lungenbläschen werden grosse Blasen, in denen sich die Atemluft staut. Die Trennwände der Bläschen werden unelastisch und die Lunge überbläht. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Emphysem. Das scheinbar Paradoxe: die Lungen sind übervoll und der Patient leidet trotzdem unter Atemnot.
Die wichtigsten Punkte
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