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Was ist COPD ? >>> Definition

Definition der Erkrankung 

„American Thoracic Society“, „European Respiratory Society“ und „Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease“ haben COPD gemeinsam definiert.

Folgende Merkmale treffen demnach auf COPD zu:

  • Schädigende Gase (Zigarettenrauch) oder Partikel (Feinstaub) lösen Entzündungsreaktionen in der Lunge aus. Die dauerhafte Entzündung führt zu Umbauvorgängen (sog. Remodelling) im Lungengewebe.
  • Die kleinen Atemwege erkranken, die Lungenbläschen werden zerstört und die Elastizität der Lunge nimmt ab.
  • Die Atmung wird dauerhaft eingeschränkt.
  • COPD betrifft unmittelbar nur die Lunge. Funktioniert aber die Lunge nicht mehr, werden mehr und mehr weitere Organe und Systeme in Mitleidenschaft gezogen.
  • COPD lässt sich verhindern und auch behandeln, nicht aber vollständig heilen.
     

Zwei hauptsächliche Mechanismen führen zu COPD3

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Chronische Bronchitis + Lungenemphysem = COPD


Erkrankung der kleinen Atemwege (Chronische Bronchitis)

Beim Zigarettenrauchen gelangen die Reizstoffe des Tabakrauchs bis in die hintersten, ganz fein verästelten Atemwege der Lunge. Der Körper möchte die Fremdkörper bekämpfen und reagiert mit einer Entzündung. Zerstörtes Gewebe wird um- und neues aufgebaut, es entstehen Narben und die Organwände verdicken sich. Der Hohlraum für den Luftdurchfluss wird immer kleiner. Eine vermehrte Schleimproduktion verengt die Luftwege zusätzlich. Sie sind mit dem Wegtransport des Schleimes völlig überfordert und der Patient muss dauernd abhusten. Vor allem morgens sind die Hustenanfälle von Auswurf begleitet.


Lungenemphysem

Die verengten Atemwege erhöhen den Widerstand beim Ausatmen der verbrauchten Luft. Es entsteht ein Rückstau, der die für den Sauerstoffaustausch zuständigen Lungenbläschen ganz am Ende der Atemwege überdehnt. Die Bläschen reissen und gehen kaputt. Insgesamt kann weniger frische Luft eintreten und weniger verbrauchte Luft ausgeatmet werden. Aus den kleinen defekten Lungenbläschen werden grosse Blasen, in denen sich die Atemluft staut. Die Trennwände der Bläschen werden unelastisch und die Lunge überbläht. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Emphysem. Das scheinbar Paradoxe: die Lungen sind übervoll und der Patient leidet trotzdem unter Atemnot.
 

Die wichtigsten Punkte

  • COPD lässt sich verhindern, aber auch behandeln.
  • Die Atemflussbegrenzung bei COPD wird durch eine Erkrankung der kleinen Atemwege und durch die Zerstörung des Lungengewebes verursacht. Zerstörtes Gewebe kann nicht mehr geheilt werden.
  • Die Entzündung der kleinen Atemwege verursacht Narbenbildung und Gefässwandverdickung, wodurch sich die kleinen Atemwege verengen.
  • Die Zerstörung des Lungengewebes verringert die Sauerstoffaufnahme-Fähigkeit der Lunge.

 

COPD im Alltag

Diese Beispiele zeigen, wie sich die COPD auf den Alltag auswirken kann.

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